Der Wink mit dem Zaunpfahl
Blinken: Humorvolle Komplizenschaft, aber zweideutiger Flirt oder Spott.
Bedeutung
Zielrichtung : Solidarität, Komplizenschaft, gemeinsamer Humor, leichte Verführung.
Interpretierter Sinn : Sehr zweideutig: herablassend, sexualisierend oder spöttisch.
Geographie des Missverständnisses
Offensiv
- china-continental
- japan
- south-korea
- taiwan
- hong-kong
- mongolia
- egypt
- saudi-arabia
- uae
- qatar
- kuwait
- bahrain
- oman
- lebanon
- syria
- jordan
- iraq
Neutral
- usa
- canada
- france
- belgium
- netherlands
- luxembourg
Nicht dokumentiert
- peuples-autochtones
- afrique-ouest
1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung
Das schnelle Blinzeln mit einem Auge (150-300 Millisekunden) ist ein Zeichen von Komplizenschaft, Flirt, Humor oder Einverständnis. Im Westen (Vereinigtes Königreich, USA, Frankreich, Deutschland) signalisiert das Zwinkern geteiltes Vertrauen, einen gemeinsamen Scherz oder eine Verführungsabsicht. Die Geste kann auch ausdrücken: "Du weißt, was ich meine" oder "Ich scherze".
2. Geographie des Missverständnisses
Die Geste ist im Westen weitgehend erkennbar, aber ihre genaue Bedeutung bleibt außerhalb des Kontextes mehrdeutig. In Ostasien (China, Japan, Korea) kann das Zwinkern als eine seltsame oder unangemessene Geste interpretiert werden, insbesondere im beruflichen oder formellen Kontext. Im Mittelmeerraum kann das Augenzwinkern schlecht aufgenommen werden, wenn es gegenüber dem anderen Geschlecht ohne festen Kontext verwendet wird. Im Nahen Osten wird die Geste als unhöflich oder potenziell beleidigend angesehen, wenn sie ohne klare Beziehungszustimmung verwendet wird.
3. Historische Entstehung
Das Augenzwinkern taucht als soziale Geste im 19. Jahrhundert in den westlichen Kulturen auf. Desmond Morris dokumentiert es in Gestures: Their Origins and Distribution (1979) als westliches Emblem der Komplizenschaft. Paul Ekman & Wallace Friesen klassifizieren sie als regionale Embleme in The Repertoire of Nonverbal Behavior (1969). David McNeill zählt sie zu den idiomatischen Gesten (Hand and Mind, 1992). Die Geste wurde in der Medienkultur des 20. Jahrhunderts stark mit Verführung und Flirten assoziiert.
4. dokumentierte Vorfälle
Kleiner Zwischenfall im beruflichen Kontext: Ein westlicher Manager, der bei einem Arbeitstreffen mit asiatischen Partnern ein Augenzwinkern benutzte, sorgte für Verwirrung (als unangemessene oder unerklärliche Geste missverstanden). Informell in den Leitfäden für interkulturelles Training dokumentiert. Ein weiterer Vorfall: In einem diplomatischen Kontext wurde ein Augenzwinkern im Nahen Osten als Beleidigung interpretiert.
5. Praktische Empfehlungen
In einem etablierten westlichen Kontext (unter Freunden, in einem fröhlichen beruflichen Umfeld) wird ein Augenzwinkern allgemein akzeptiert. Verwenden Sie es, um gemeinsame Komplizenschaft zu signalisieren. Zu vermeiden:** In Asien oder dem Nahen Osten sollten Sie das Augenzwinkern nicht ohne einen klaren Beziehungskontext verwenden. Verwenden Sie es nicht gegenüber einem Ausländer des anderen Geschlechts, wenn Sie nicht sicher sind, dass die Geste positiv aufgenommen wird. Vermeiden Sie das Augenzwinkern in einem formellen Kontext (kann unprofessionell oder vertraut wirken).
Praktische Empfehlungen
Zu tun
- En contexte occidental établi entre amis ou en contexte professionnel jovial, le clin d'oeil est généralement accepté pour signaler la complicité.
Zu vermeiden
- Ne pas utiliser le clin d'oeil en Asie ou Moyen-Orient sans contexte relationnel clair. Ne pas l'employer envers un·e étranger·e du sexe opposé sans certitude de sa réception positive. En contexte formel, éviter le geste.
Neutrale Alternativen
Komplizenhaftes Lächeln. Längerer Augenkontakt. Unterschwelliges Nicken mit dem Kopf. Verbale Formulierung: "Du weißt, was ich meine".
Quellen
- Gestures: Their Origins and Distribution
- Gestures: The Do's and Taboos of Body Language Around the World
- Gesture: Visible Action as Utterance