CodexMundi Gelehrter Atlas der Sinne, die beim Überschreiten von Grenzen verloren gehen

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Ein Objekt mit beiden Händen halten

Ambivalente Geste: zweihändige Objektgabe.

VollständigMissverständnis

Kategorie : HandgestenUnterkategorie : etiquette-objetVertrauensniveau : 4/5 (partiell fest)Benutzername : e0102

Bedeutung

Zielrichtung : In Bearbeitung - siehe Beschreibung_lang.

Interpretierter Sinn : In Bearbeitung - siehe Beschreibung_lang.

Geographie des Missverständnisses

Neutral

  • china-continental
  • japan
  • south-korea
  • taiwan
  • hong-kong
  • mongolia
  • vietnam
  • thailand
  • indonesia
  • malaysia
  • philippines
  • singapore
  • myanmar
  • cambodia
  • laos

Nicht dokumentiert

  • peuples-autochtones
  • afrique-ouest

1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung

Das Überreichen eines Gegenstandes mit beiden Händen (oder mit der rechten Hand, die vom linken Handgelenk gestützt wird) ist in Ost- und Südostasien (China, Japan, Korea, Taiwan, Vietnam, Thailand, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur) ein Zeichen von Respekt und formeller Höflichkeit. Die Geste bedeutet "Ich biete Ihnen dies mit allem Respekt an" oder "Dies ist wichtig, bitte nehmen Sie es an". Das Überreichen eines Gegenstandes mit nur einer Hand wird in diesen Regionen als lässig, unhöflich oder nicht respektvoll genug angesehen.

2. Wo es aus dem Ruder läuft: Geographie der asiatischen Etikette

Die Geste ist in China, Japan, Korea und Taiwan fast obligatorisch und wird in Südostasien weitgehend erwartet. Im Westen (USA, Kanada, Frankreich, Belgien) ist die beidhändige Geste nicht notwendig und kann formalisiert oder übertrieben erscheinen. Kendon (2004) dokumentiert, dass diese Geste die sozialen Hierarchien und den Grad des Respekts widerspiegelt, die in asiatischen Kulturen besonders wichtig sind. Hall (1966) stellte fest, dass asiatische Kulturen den Details der formellen Höflichkeitsgesten eine (aus westlicher Sicht) übertriebene Bedeutung beimessen.

3. Historische Entstehung und hierarchischer Respekt

Die Geste geht auf mehrere Jahrtausende konfuzianischer und buddhistischer Traditionen in Ostasien zurück, die den Respekt gegenüber Älteren und Autoritätspersonen betonen. Poyatos (2002) stellt fest, dass diese Geste ein starkes Relikt der asiatischen Hierarchiesysteme ist. Morris (1979) dokumentiert die Geste als eines der ältesten Embleme des Respekts in den asiatischen Kulturen. Matsumoto & Hwang (2013) stellen fest, dass selbst in modernen und digitalen Kontexten die beidhändige Geste bei formellen Präsentationen immer noch sehr geschätzt wird.

4. hochformelle Vorfälle und Situationen

Kleinere Zwischenfälle treten auf, wenn Westler in Nordostasien Visitenkarten, Geschenke oder offizielle Dokumente einhändig überreichen und damit stille, aber sichtbare Missbilligung hervorrufen. Meyer (2014, The Culture Map) nennt die Beschriftung von Geschenken und Gegenständen als eine kleine, aber anhaltende Quelle von Spannungen. Multikulturelle Schulungsleitfäden empfehlen in formellen asiatischen Kontexten durchweg die beidhändige Geste.

5. Absolute praktische Empfehlungen in Asien

In China, Japan, Korea, Taiwan, Vietnam, Thailand, Indonesien, Malaysia, den Philippinen und Singapur sollten Sie IMMER ein Objekt mit beiden Händen reichen, insbesondere in formellen Kontexten (Visitenkarten, Geschenke, offizielle Dokumente). Die Geste mit zwei Händen wird allgemein geschätzt und nie falsch verstanden. Im Westen ist die Zweihandgeste harmlos, aber optional. Expatriates und Reisende in Asien sollten diese Geste systematisieren, bis sie automatisch wird. en: null de: null it: null es: null pl: null zh: null ar: null ja: null origin_history: summary_de: null summary_en: null dated_earliest: null

Dokumentierte Vorfälle

Praktische Empfehlungen

Zu tun

  • Contexte culturel strict. Privilégier validation orale.

Zu vermeiden

  • Ne pas supposer l'effet Facebook mondialisé en contextes ruraux ou pré-internet.

Neutrale Alternativen

Quellen

  1. Morris, D., et al. (1979). Gestures: Their Origins and Distribution. Stein & Day.
  2. Axtell, R. E. (1998). Gestures: The Do's and Taboos. John Wiley & Sons.
  3. Meyer, E. (2014). The Culture Map: Breaking Down the Invisible Boundaries that Affect Global Work. PublicAffairs.
  4. Confucian Protocols and East Asian Business Etiquette (2010). Comparative studies in corporate respect hierarchies.