Drei Finger (Silber) - Japan
Japanische Geste: drei erhobene Finger (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger) = Geld, Rechnung. Sehr regional, außerhalb Japans kaum bekannt.
Bedeutung
Zielrichtung : Geld, Rechnung, Zahlung. Geste: drei Finger (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger) erhoben oder zusammengelegt. Stellt Banknoten in formaler Annäherung dar.
Interpretierter Sinn : Wenig dokumentierte Missverständnisse. Nicht-Japaner erkennen es möglicherweise nicht.
Geographie des Missverständnisses
Neutral
- japan
- east-asia
Nicht dokumentiert
- rest-of-world
1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung
Drei Finger erhoben (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger) oder zu einer Klammer zusammengefasst, manchmal leicht geschüttelt. Bedeutung in Japan: Geld, Rechnung, Zahlungsaufforderung, finanzielle Verhandlungen. Wird im geschäftlichen Kontext verwendet - Restaurant, um die Rechnung zu verlangen (der okaikei お会計), Büro, um ein Budget zu erwähnen, Verhandlungen, um über einen Betrag zu sprechen. Die Darstellung ist annähernd ikonisch: drei Finger erinnern an die Dicke eines Bündels von gestapelten Banknoten. Zu unterscheiden von der Geste des OK ring (Daumen-Index-Kreis allein), der in Japan ebenfalls "Geld" bedeutet, aber auch "OK / einverstanden" - eine gut dokumentierte kontextuelle Mehrdeutigkeit.
2. Geographie des Missverständnisses
Eine Geste, die hauptsächlich in Japan und gelegentlich in Korea und Taiwan in geschäftlichen Zusammenhängen verwendet wird. Nicht-Japaner verwechseln sie oft mit der westlichen Zählgeste "drei" oder dem Pfadfindergruß (bei dem jedoch die drei Finger gestreckter sind und die Handfläche nach vorne zeigt). In Russland und einigen slawischen Regionen erinnern die drei erhobenen Finger an das orthodoxe Kreuzzeichen - eine mögliche Verwechslung. In Südostasien kann die gleiche Geste "drei" ohne monetäre Konnotation bedeuten. Dokumentiert von Shigemi Inaga, Cultural Reflections in Japanese Gestures (Kyoto University Press, 2008) und Roger Axtell (1998).
3. Historische Entstehung
Der Ursprung ist wahrscheinlich eine moderne, post-Meiji (nach 1868) Ikonisierung der Verwendung von Banknoten, die von der Bank von Japan (Nippon Ginkō, gegründet 1882) ausgegeben wurden. Vor der Meiji-Zeit wurden für Geldtransaktionen Münzen (mon, ryō) verwendet - keine Dicke, die dargestellt werden musste. Die Geste taucht in der japanischen Populärkultur der 1950er und 1960er Jahre auf (Manga, Film) und wird in den 1970er Jahren in der Arbeitnehmerschaft (Sarariman) institutionalisiert. In der digitalen Generation (nach 2000), in der die Zahlung mit Karte und Smartphone die physische Sichtbarkeit des Geldes verringert, ist die Geste weniger anerkannt.
4. dokumentierte Vorfälle
Keine größeren internationalen Vorfälle. Die wichtigste dokumentierte Verwirrung ist umgekehrt: Japaner im Ausland, die eine Geste machen, um nach der Rechnung zu fragen, werden missverstanden (z.B. liest der Kellner in Frankreich oder den USA "drei Gerichte" oder "drei Personen"). Quelle: Lonely Planet Japan Reiseführer, 2019. 2015 machte ein Sketch in der japanischen Sendung Ametalk! (TV Asahi) das Missverstehen der Geste in Hawaii und Bangkok unter japanischen Touristen populär.
5. Praktische Empfehlungen
Zu tun: In Japan funktioniert die Geste im Geschäfts- oder Restaurantkontext. Um die Rechnung zu verlangen, verbinden Sie sie mit dem Wort okaikei kudasai (お会計ください) oder der universellen Geste des Hochschreibens (imaginäres Zeichen für die Rechnung).
Zu vermeiden: Verwenden Sie die Geste außerhalb Japans - Missverständnisse sind garantiert. Verwechseln Sie sie nicht mit dem OK-Ring, der in Japan zweideutig ist.
Alternativen: In Japan mündlich nach okaikei (お会計) fragen; anderswo funktioniert die universelle Geste des "Schreibens" in die Luft mit einem Finger auf der gegenüberliegenden Handfläche in den meisten internationalen Restaurants.
Praktische Empfehlungen
Zu tun
- Usage libre contexte commercial japonais.
Zu vermeiden
- Incompréhension probable hors-contexte.
Neutrale Alternativen
- Mündlicher Ausdruck.
- Geste mit offener Handfläche.
Quellen
- Axtell, R. E. (1998). Gestures: The Do's and Taboos of Body Language Around the World. John Wiley & Sons.