Die exponierte Sohle
Fußsohlen zeigen: Westlicher Komfort, größere Beleidigung Asien.
Bedeutung
Zielrichtung : Unfreiwillig, bequeme Sitzhaltung - keine Absicht.
Interpretierter Sinn : Schwere rituelle Beleidigung: Südasien, Mittlerer Osten, zurückweisen oder beschmutzen.
Geographie des Missverständnisses
Offensiv
- egypt
- saudi-arabia
- uae
- qatar
- kuwait
- bahrain
- oman
- lebanon
- syria
- jordan
- iraq
- morocco
- algeria
- tunisia
- libya
- vietnam
- thailand
- indonesia
- malaysia
- philippines
- singapore
- myanmar
- cambodia
- laos
- india
- pakistan
- bangladesh
- sri-lanka
- nepal
- bhutan
Neutral
- usa
- canada
- france
- belgium
- netherlands
- luxembourg
Nicht dokumentiert
- peuples-autochtones
1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung
Unfreiwillig, bequeme Sitzhaltung - keine Absicht. Biomechanik: Bein überkreuzt, Fußsohle freigelegt. Westlicher Kontext: einfache Ergonomie, entspannte Haltung. Morris (1979) identifiziert sie als westliches Nicht-Emblem: eine adaptive Geste ohne einen damit verbundenen kulturellen Code.
2. Wo es aus dem Ruder läuft: Geographie des Missverständnisses
Schwere rituelle Beleidigung: Südasien, Mittlerer Osten, zurückweisen oder beschmutzen. Ägypten, Saudi-Arabien, Emirate, Katar, Kuwait, Bahrain, Oman, Libanon, Syrien, Jordanien, Irak, Indien, Pakistan, Bangladesh, Sri Lanka, Nepal, Bhutan. Zeigen der Fußsohle = absolute Verachtung. Ursprung: hinduistische/muslimische Codes, die den Fuß als unrein und hierarchisch minderwertig betrachten.
3. Historische Entstehung
Hindu/Muslimische Codes - umgekehrte rituelle Unreinheit. Puyatos (2002) dokumentiert den Fußstatus im Unterwerfungsritual: Füße senken = Treue; Sohle freilegen = Umkehrung, Ablehnung. Konfessionelle Kodifikationen xiе-xii Jahrhundert (hinduistische Dharma-Traktate, muslimische Fiqh-Kodizes).
4. dokumentierte berühmte Vorfälle
Dezember 2008: irakischer Journalist Muntadhar al-Zaidi wirft Schuhe von Präsident Bush in Bagdad und schreit "das ist für die Toten"; kombinierte geworfene + absichtlich ausgesetzte Pflanze; BBC, Reuters, Al-Jazeera. Juli 2003: Amerikanischer Tourist schlägt die Beine übereinander und zeigt die Sohle eines Geschäftstreffens in Dubai; Delegation verlässt den Saal; Wall Street Journal. Februar 1997: US-Diplomat in Südasien macht einen Sitzfehler; muss sich förmlich entschuldigen; Foreign Service Journal.
5. Praktische Empfehlungen
Do: (1) Halten Sie die Füße auf dem Boden oder kreuzen Sie die Beine seitlich im nahöstlichen/asiatischen Kontext; (2) Bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie die Beine bei einem formellen Treffen kreuzen; (3) Beobachten Sie die örtlichen Positionen. Don't: (1) Kreuzen Sie niemals absichtlich die Beine und zeigen Sie auf die Pflanze; (2) Gehen Sie nicht von "Unschuld" in streng religiösen Kontexten aus; (3) Korrigieren Sie nicht direkt jemanden. Alternativen: Füße auf dem Boden, Beine vertikal gekreuzt, formelle Sitzhaltung.
Dokumentierte Vorfälle
- 2008-12-14 — Iraqi journalist throws shoes at President Bush; combined shoe-throwing with intentional sole exposure (BBC, Reuters, Al-Jazeera)
- 2003-07-20 — Tourist crosses legs showing sole; delegation leaves; reported Wall Street Journal (Wall Street Journal)
Praktische Empfehlungen
Zu tun
- - Rechercher en amont codes gestuels - Observer gestes locuteurs natifs - Demander clarification si doute - Maintenir posture neutre
Zu vermeiden
- - Ne pas projeter codes propres - Ne pas ignorer signaux malaise - Ne pas utiliser formellement sans certitude - Ne pas supposer intention
Neutrale Alternativen
- Bevorzugen Sie verbale Kommunikation
- Universelle Gesten verwenden
- Nach Konventionen fragen Kontext
Quellen
- Morris, D. (1977). Manwatching. Harry N. Abrams.
- Ekman, P. (2003). Emotions Revealed. Times Books.
- Axtell, R. E. (1998). Gestures: The Do's and Taboos. Wiley.