CodexMundi Gelehrter Atlas der Sinne, die beim Überschreiten von Grenzen verloren gehen

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Die exponierte Sohle

Fußsohlen zeigen: Westlicher Komfort, größere Beleidigung Asien.

VollständigTabu

Kategorie : HandgestenUnterkategorie : pieds-chaussuresVertrauensniveau : 3/5 (dokumentierte Hypothese)Benutzername : e0075

Bedeutung

Zielrichtung : Unfreiwillig, bequeme Sitzhaltung - keine Absicht.

Interpretierter Sinn : Schwere rituelle Beleidigung: Südasien, Mittlerer Osten, zurückweisen oder beschmutzen.

Geographie des Missverständnisses

Offensiv

  • egypt
  • saudi-arabia
  • uae
  • qatar
  • kuwait
  • bahrain
  • oman
  • lebanon
  • syria
  • jordan
  • iraq
  • morocco
  • algeria
  • tunisia
  • libya
  • vietnam
  • thailand
  • indonesia
  • malaysia
  • philippines
  • singapore
  • myanmar
  • cambodia
  • laos
  • india
  • pakistan
  • bangladesh
  • sri-lanka
  • nepal
  • bhutan

Neutral

  • usa
  • canada
  • france
  • belgium
  • netherlands
  • luxembourg

Nicht dokumentiert

  • peuples-autochtones

1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung

Unfreiwillig, bequeme Sitzhaltung - keine Absicht. Biomechanik: Bein überkreuzt, Fußsohle freigelegt. Westlicher Kontext: einfache Ergonomie, entspannte Haltung. Morris (1979) identifiziert sie als westliches Nicht-Emblem: eine adaptive Geste ohne einen damit verbundenen kulturellen Code.

2. Wo es aus dem Ruder läuft: Geographie des Missverständnisses

Schwere rituelle Beleidigung: Südasien, Mittlerer Osten, zurückweisen oder beschmutzen. Ägypten, Saudi-Arabien, Emirate, Katar, Kuwait, Bahrain, Oman, Libanon, Syrien, Jordanien, Irak, Indien, Pakistan, Bangladesh, Sri Lanka, Nepal, Bhutan. Zeigen der Fußsohle = absolute Verachtung. Ursprung: hinduistische/muslimische Codes, die den Fuß als unrein und hierarchisch minderwertig betrachten.

3. Historische Entstehung

Hindu/Muslimische Codes - umgekehrte rituelle Unreinheit. Puyatos (2002) dokumentiert den Fußstatus im Unterwerfungsritual: Füße senken = Treue; Sohle freilegen = Umkehrung, Ablehnung. Konfessionelle Kodifikationen xiе-xii Jahrhundert (hinduistische Dharma-Traktate, muslimische Fiqh-Kodizes).

4. dokumentierte berühmte Vorfälle

Dezember 2008: irakischer Journalist Muntadhar al-Zaidi wirft Schuhe von Präsident Bush in Bagdad und schreit "das ist für die Toten"; kombinierte geworfene + absichtlich ausgesetzte Pflanze; BBC, Reuters, Al-Jazeera. Juli 2003: Amerikanischer Tourist schlägt die Beine übereinander und zeigt die Sohle eines Geschäftstreffens in Dubai; Delegation verlässt den Saal; Wall Street Journal. Februar 1997: US-Diplomat in Südasien macht einen Sitzfehler; muss sich förmlich entschuldigen; Foreign Service Journal.

5. Praktische Empfehlungen

Do: (1) Halten Sie die Füße auf dem Boden oder kreuzen Sie die Beine seitlich im nahöstlichen/asiatischen Kontext; (2) Bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie die Beine bei einem formellen Treffen kreuzen; (3) Beobachten Sie die örtlichen Positionen. Don't: (1) Kreuzen Sie niemals absichtlich die Beine und zeigen Sie auf die Pflanze; (2) Gehen Sie nicht von "Unschuld" in streng religiösen Kontexten aus; (3) Korrigieren Sie nicht direkt jemanden. Alternativen: Füße auf dem Boden, Beine vertikal gekreuzt, formelle Sitzhaltung.

Dokumentierte Vorfälle

Praktische Empfehlungen

Zu tun

  • - Rechercher en amont codes gestuels - Observer gestes locuteurs natifs - Demander clarification si doute - Maintenir posture neutre

Zu vermeiden

  • - Ne pas projeter codes propres - Ne pas ignorer signaux malaise - Ne pas utiliser formellement sans certitude - Ne pas supposer intention

Neutrale Alternativen

Quellen

  1. Morris, D. (1977). Manwatching. Harry N. Abrams.
  2. Ekman, P. (2003). Emotions Revealed. Times Books.
  3. Axtell, R. E. (1998). Gestures: The Do's and Taboos. Wiley.