CodexMundi Gelehrter Atlas der Sinne, die beim Überschreiten von Grenzen verloren gehen

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Nasenklopfen (Vertrauenssignal)

Finger auf der Nase bedeutet "Geheimnis" in nordischen und mediterranen Kulturen - eine universalistische Vereinbarung der Komplizenschaft bei städtischen Kindern und Erwachsenen.

VollständigNeugier

Kategorie : HandgestenUnterkategorie : complicite-secretVertrauensniveau : 2/5 (hypothese mit Quellenangabe)Benutzername : e0048

Bedeutung

Zielrichtung : Signal der nonverbalen Komplizenschaft: "behält das Geheimnis für sich", "das bleibt unter uns" - Vereinbarung, eine Information nicht zu enthüllen.

Interpretierter Sinn : Außerhalb des englischsprachigen/mediterranen Raums: völliges Unverständnis oder Interpretation als kindische Geste des Spotts.

Geographie des Missverständnisses

Neutral

  • uk
  • ireland
  • spain
  • portugal
  • italy
  • greece
  • malta

Nicht dokumentiert

  • peuples-autochtones
  • afrique-est-centrale
  • asie-sud-est

1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung

Der Zeige- oder Mittelfinger wird an das Nasenloch gehalten, mit einem vertikalen Ruck oder einem leichten Druck. Im mediterranen, keltischen, nordischen und angelsächsischen Raum bedeutet diese Geste "Geheimnis", "Stille", "das bleibt unter uns" - eine nonverbale Vereinbarung der Komplizenschaft. Bei Kindern üblich (Pakt zwischen Freunden), auch von Erwachsenen in informellen Kontexten (Restaurants, Bars, Bürobesprechungen) verwendet.

Die Geste geht auf britische und deutsch-skandinavische Volkstraditionen zurück, die mindestens aus dem 19. Jahrhundert stammen und wahrscheinlich mit der Vorstellung der Nase als locus de discrétion (rhetorische Symbolik für Vorsicht und Sprachlosigkeit) verbunden sind.

2. Wo es aus dem Ruder läuft: Geographie des Missverständnisses

Das Missverständnis ist minimal in Bezug auf die direkte negative Ladung. Der Bereich des stabilen Verständnisses erstreckt sich über UK, Irland, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Malta sowie in internationalisierten Kinderkontexten.

Außerhalb dieses Bereichs kann die Geste als Geste der Verneinung oder als naiver kindlicher Spott missverstanden oder einfach ignoriert werden. In Ostasien (China, Japan) ist die Geste nicht belastet - sie wird einfach missverstanden. Im Nahen Osten, in Afrika südlich der Sahara: keine dokumentierte kulturelle Resonanz.

3. Historische Entstehung

Angelsächsischer/germanischer Ursprung, dokumentiert in britischer Folklore und Kinderspieltraditionen des 19. bis 20. Morris (1979, Gestures: Their Origins and Distribution) zeichnet die Geste mit der Symbolik des nasalen Schweigens nach - die Vorstellung, dass "jemandem etwas unter die Nase reiben" ein Akt der beiläufigen Komplizenschaft ist.

Geringfügige weltweite Verbreitung über die angelsächsische Kinderkultur nach dem Zweiten Weltkrieg (britische Schulspiele, später Internationalisierung von Spielcodes).

4. dokumentierte berühmte Vorfälle

5. Praktische Empfehlungen

Praktische Empfehlungen

Zu tun

  • - Sûr en contextes anglophones, méditerranéens, enfantins internationalisés - Efficace pour accord rapide de discrétion entre partenaires connus - Universellement compris chez enfants de moins de 12 ans

Zu vermeiden

  • - Éviter en contextes professionnels/formels - Ne pas utiliser hors aires anglo/méditerranéennes sans préparation - Prudence avec personnes d'âge avancé ou contextes officiels

Neutrale Alternativen

Quellen

  1. Morris, D., Collett, P., Marsh, P. & O'Shaughnessy, M. (1979). Gestures: Their Origins and Distribution. Stein & Day.
  2. Hall, E. T. (1959). The Silent Language. Doubleday.
  3. Axtell, R. E. (1998). Gestures: The Do's and Taboos of Body Language Around the World (rev. and expanded ed.). John Wiley & Sons.