Die reibende Hand (Silber)
La main qui frotte (argent)
Bedeutung
Zielrichtung : In Bearbeitung - siehe Beschreibung_lang.
Interpretierter Sinn : In Bearbeitung - siehe Beschreibung_lang.
Geographie des Missverständnisses
Neutral
- usa
- canada
- france
- belgium
- netherlands
- luxembourg
- mexico
- guatemala
- honduras
- nicaragua
- el-salvador
- costa-rica
- panama
- cuba
- dominican-republic
- puerto-rico
Nicht dokumentiert
- peuples-autochtones
- asie-est
1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung
Die Geste des "Reibens der Finger" oder "Hände aneinander reiben" (rub hands together oder money gesture) bedeutet die Erwartung von Gewinn, Geld, zukünftigem Reichtum oder einer bevorstehenden finanziellen Befriedigung. Die Geste besteht darin, die beiden Handflächen horizontal oder kreisförmig aneinander zu reiben, oft begleitet von einem Lächeln oder einem Augenzwinkern. In Nordamerika, Frankreich, Belgien und den Niederlanden wird diese Geste als Hinweis auf eine finanzielle Gelegenheit verstanden - entweder für den Sprecher oder im Kontext der Konversation. Dieses kinetische Emblem ist im Westen relativ universell und hat eine gemeinsame Semantik: "Es fühlt sich finanziell gut an" oder "Ich erwarte, dass ich gewinne".
2. Wo es aus dem Ruder läuft: Geographie des Missverständnisses
Obwohl die Geste im Westen weitgehend verstanden wird, variiert ihre Verwendung je nach Region und sozioökonomischem Kontext. In Frankreich und Belgien wird die Geste oft mit Spott oder Gier in Verbindung gebracht, insbesondere wenn der Sprecher sie mit einem groben Gesichtsausdruck wiedergibt. In Nordamerika (USA, Kanada) ist die Geste neutraler und wird häufig in der Werbung oder im leichten Humor verwendet. Morris (1979) und Axtell (1998) dokumentieren, dass die regionalen Unterschiede in der Intensität oder Häufigkeit der Geste unterschiedliche kulturelle Einstellungen zu Geld und Reichtum widerspiegeln. Kendon (2004) stellt fest, dass diese Geste, obwohl sie formal universell ist, je nach Region sehr unterschiedliche ethische oder soziale Konnotationen hat.
3. Historische und metaphorische Entstehung
Die Geste des Reibens der Hände taucht in den europäischen Gestik-Traditionen mindestens seit dem 18. Jahrhundert auf, wo sie in den Etikette-Handbüchern als Zeichen der Zufriedenheit oder Vorfreude aufgeführt wurde. Die thermische Metapher (Hitze = Reibung = Eifer, Energie, Nutzen) ist in mehreren europäischen und nordamerikanischen Sprachen gebräuchlich. Hall (1966) verbindet diese Geste mit dem körperlichen Ausdruck von körperlicher Bereitschaft (embodied eagerness). Morris (1994) in Bodytalk legt nahe, dass die Geste auf Aufwärmrituale (Reiben zur Erhöhung der Körperwärme) zurückgeht, die später zum wirtschaftlichen "Aufwärmen" metaphorisiert wurden. Jahrhundert über das Hollywood-Kino, die nordamerikanische Werbung und die Internet-Memes beschleunigt.
4. dokumentierte Vorfälle und Zeugenaussagen
In interkulturellen Kontexten sind kleinere Vorfälle dokumentiert, bei denen die Geste als unmoralische persönliche Gier und nicht als harmloser Scherz fehlinterpretiert wurde. In den 1990er und 2000er Jahren wurde in europäischen Berichten über interkulturelle Schulungen festgestellt, dass die Geste der "reibenden Hände" bei französischsprachigen Teilnehmern Unbehagen hervorrufen kann, wenn sie übertrieben oder wiederholt eingesetzt wird. Meyer (2014) zitiert die Geste in The Culture Map als Beispiel für die Variabilität der moralischen Interpretation eines einzigen kinetischen Emblems. Die sozialen Netzwerke (2010er Jahre) haben die Geste durch Memes und Videos populär gemacht, so dass ihre Interpretation allgemein anerkannt wird, aber auch anfälliger für Parodien ist.
5. Praktische Empfehlungen und Nutzungskontext
Die Geste ist in Nordamerika und Frankreich im Allgemeinen in informellen oder humoristischen Kontexten sicher. In beruflichen Kontexten wird empfohlen, die Geste sparsam zu verwenden und sicherzustellen, dass sie von einem klaren Gesichtsausdruck begleitet wird, der Humor oder Leichtigkeit anzeigt. Vermeiden Sie die Geste in Bank-, Audit- oder Wirtschaftsethikkontexten, wo sie als Gier oder mangelnde Strenge wahrgenommen werden könnte. Poyatos (2002) rät, dass wirtschaftliche Gesten im Bewusstsein des Gesprächskontextes und des sozialen Registers verwendet werden sollten. Bei internationalen Reisenden und Arbeitnehmern wird die Geste im Westen nach wie vor weitgehend verstanden, aber die Verwendung eines klaren verbalen Ausdrucks ("gute finanzielle Nachrichten") minimiert das Risiko von Missverständnissen.
Praktische Empfehlungen
Zu tun
- Contexte culturel strict. Privilégier validation orale.
Zu vermeiden
- Ne pas supposer l'effet Facebook mondialisé en contextes ruraux ou pré-internet.
Neutrale Alternativen
- Vertikales Kopfnicken (Aufmerksamkeit Bulgarien)
- Offenes Lächeln und mündlicher Ausdruck
- Neutrale Geste der offenen Hand
Quellen
- Morris, D., et al. (1979). Gestures: Their Origins and Distribution. Stein & Day.
- Axtell, R. E. (1998). Gestures: The Do's and Taboos. John Wiley & Sons.