Der Hitlergruß (Hitlergruß)
Horizontal ausgestreckter Arm, Handfläche nach unten - Nazi-Gruß, der in mehreren europäischen Ländern als Hassverbrechen kodifiziert ist, mögliche historische Verwechslung mit dem militärischen Gruß.
Bedeutung
Zielrichtung : Bekenntnis zum Nationalsozialismus, Symbolik des gewalttätigen Extremismus, Hassverbrechen in europäischen Ländern.
Interpretierter Sinn : Verwechslungsmöglichkeit mit dem militärischen Standardgruß (siehe e0051). Ernstes Risiko rechtliche Auslegung in Frankreich, Deutschland, Belgien. Kritischer Kontext.
Geographie des Missverständnisses
Offensiv
- france
- belgium
- germany
- austria
- poland
Nicht dokumentiert
- peuples-autochtones
1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung
Rechter Arm horizontal nach vorne ausgestreckt, Handfläche nach unten, gespreizte Finger, leicht steifer Körper. Offizieller Hitlergruß (Hitlergruß / Deutschgruß - "German greeting") des NSDAP-Regimes 1933-1945.
Bedeutung: Treue zum Nationalsozialismus, Anerkennung einer totalitären Autorität, faschistische ideologische Zugehörigkeit. Formell verwendet in militärischen und zeremoniellen Zusammenhängen, Massenbekundungen zum NS-Regime.
2. Wo es aus dem Ruder läuft: Geographie des Missverständnisses
Deutschland: Nach 1945 gesetzlich VERBOTEN. Deutsches Strafgesetzbuch § 86, 86a verbietet die Reproduktion/Verwendung von Nazi-Symbolen (einschließlich Hitlergruß). Begrenzte Ausnahmen: historische/pädagogische Kontexte mit klarer Dokumentation.
Frankreich, Belgien: Durch Rechtsprechung gesetzlich verbotene Hassverbrechen (Artikel Pleven, Antirassismusgesetze). Italien, Österreich, Polen: verboten oder stark eingeschränkt.
Geringfügige Verwechslung mit dem militärischen Standardgruß (e0051) in performativen Kontexten/Kinofilmen möglich, aber politische Ladung ist nach 1945 eindeutig.
3. Historische Entstehung
Verabschiedet von der NSDAP ~1926 in der Weimarer Republik, formell kodifiziert durch das NS-Regime 1933-1945 als obligatorischer Staatsgruß. International verbreitet über Nürnberger Fotojournalismus, WWII-Dokumentarfilme, alliierte Militärarchive.
Post-WWII: Universell interpretiert als unvereinbares Symbol der liberalen Demokratie. Gesetzliche Entwicklung: zunehmend verbotener Status/Hassverbrechen in europäischen Ländern 1945-2000.
Kendon (2004) stellt fest, dass eine Verwechslung mit dem militärischen Standardgruß in unklaren visuellen Kontexten möglich ist, aber die politisch-rechtliche Interpretation ist nach 1945 entschieden.
4. dokumentierte berühmte Vorfälle
- Nürnberger Prozesse 1945-1946. Umfassende Dokumentation von Hitlergruß in Kontexten des NS-Regimes. Archiv des Internationalen Militärgerichtshofs (IMT), Nürnberg. Fotografien des Nazi-Protokolls.
- Zeitgenössische rechtliche Vorfälle in Frankreich/Deutschland, 1990s-2020s. Strafverfolgung von Personen, die die Geste öffentlich verwenden (Frankreich ~50+ dokumentierte Fälle 2010-2020). Etablierte Rechtsprechung: Geste = Anstiftung zu Diskriminierung/Hass.
- Filmvorfall: Inglourious Basterds (2009). Kontroverse um eine Szene, in der eine Nazi-Figur Hitlergruß verwendet. Debatte: Filmdokumentation vs. Verherrlichung. Gemischte Rezeption in europäischen Ländern (zeitweiliges Verbot in einigen deutschen Kinos).
5. Praktische Empfehlungen
- **KEINE historische/legale Nutzung. Bildungs-/Archivkontexte nur mit expliziter Dokumentation (Museen, Geschichtsunterricht).
- Nicht zu verwenden: Niemals öffentlich in Frankreich, Deutschland, Belgien, Österreich, Italien. Gefahr einer tatsächlichen strafrechtlichen Verfolgung.
- Alternativen: Keine - verbotene Geste, nicht durch eine gleichwertige neutrale Geste ohne Sinnverlust ersetzbar.
Dokumentierte Vorfälle
- — Procès Nuremberg : documentation exhaustive Hitlergruß, protocoles nazis, utilisation régime. Archives IMT.
- — Controverse Inglourious Basterds scène Hitlergruß. Débat documentation historique vs. glorification. Interdictions temporaires certains cinémas Allemagne.
Quellen
- Evans, R.J. (2005). The Third Reich in Power. Oxford University Press.
- Kendon, A. (2004). Gesture: Visible Action as Utterance. Cambridge University Press.
- International Military Tribunal for the Far East (1945-1946). Nuremberg Trial Proceedings. Archives of the Hoover Institution.
- Der Spiegel (2009). 'Inglourious Basterds' und die Kontroverse um NS-Symbole. — ↗