"Ma'a salama" (Arabischer Abschied)
Ma'a salama: Arabischer Abschied, gesättigt mit religiöser Bedeutung und Sicherheit, Quelle der Spannungen nach dem 11. September.
Bedeutung
Zielrichtung : Wunsch nach Sicherheit und göttlichem Schutz ("mit der Sicherheit Gottes") bei einer Trennung; idiomatische Formulierung mit reicher religiöser Bedeutung.
Interpretierter Sinn : Kann von Nicht-Muslimen als übertrieben religiös oder verdächtig fehlinterpretiert werden, insbesondere nach dem 11. September in westlichen Kontexten.
Geographie des Missverständnisses
Neutral
- saudi-arabia
- egypt
- united-arab-emirates
- lebanon
- syria
- jordan
1. Religiöse Semantik
"Ma'a salama" bedeutet wörtlich "mit der Sicherheit [Gottes]" (ma'a = mit, salama = Sicherheit). Es ist ein Wunsch, dass die Person, die sich auf den Weg macht, von Gott beschützt wird. Ein im Islam verwurzelter Ausdruck, bei dem Allah gebeten wird, den Reisenden mit seinem Schutz zu begleiten. In Ägypten, Saudi-Arabien und den Emiraten ist dies der Standardabschied in allen Kontexten (Familie, Geschäft, Beruf). Das empfangene Äquivalent ist "Wa alaikum assalam" ("Und mit dir sei Friede") (Firth 1972, Kendon 1990).
2. Missverständnis nach dem 11. September
Für einen Westler, insbesondere nach 2001, kann die religiöse Aufladung von "Ma'a salama" Misstrauen oder Unbehagen hervorrufen. Der Ausdruck enthält ausdrücklich das Wort "Allah" (durch den Begriff der göttlichen Sicherheit), was in einem westlichen Kontext nach dem Terrorismus als verdächtig oder missionarisch angesehen werden kann. Ein westlicher Auswanderer, der täglich "Ma'a salama" hört, könnte sich fragen, ob sich dahinter eine unausgesprochene religiöse Botschaft verbirgt. Umgekehrt kann ein Araber feststellen, dass ein Nicht-Muslim, der die Formel zu einem einfachen "Goodbye" verwestlicht, die Geste ihres Wesens entkleidet. Diese Asymmetrie erzeugt stille Spannungen, insbesondere in multinationalen Kontexten (Hall 1959, 1966).
3. Historische Entstehung
"Salama" stammt aus dem vorislamischen Arabisch und wurde im Islam ausdrücklich in seine Friedensformeln aufgenommen ("salam" = Frieden, gemeinsame Wurzel). Während der gesamten arabischen Geschichte (7.-20. Jahrhundert) bleibt "Ma'a salama" der Standardabschied. Nach der Kolonialisierung (19.-20. Jh.) bleibt er trotz einer teilweisen Verwestlichung des Wortschatzes bestehen. Nach dem 11. September wurde der Ausdruck paradoxerweise für die Westler belasteter, obwohl er semantisch unverändert blieb (Matsumoto 2006).
4. dokumentierte kleinere Zwischenfälle
Keine größeren diplomatischen Zwischenfälle. Allerdings gab es Missverständnisse auf internationalen Flughäfen, wo westliche Sicherheitsbeamte das "Ma'a salama" als verdächtiges religiöses Statement fehlinterpretierten (Jahre 2001-2010, [Zitate müssen überprüft werden]). Amerikanische Auswanderer in Ägypten berichten über das anfängliche Unbehagen, den Ausdruck täglich zu hören.
5. Praktische Empfehlungen
Zu tun:
- Akzeptieren Sie den Ausdruck als Standardgruß, nicht als versteckte religiöse Botschaft.
- Reagieren Sie mit "Wa alaikum assalam" oder akzeptieren Sie einfach die Verabschiedung.
- Erkennen Sie die positive kulturelle Bedeutung an (Schutz, Wohlwollen).
Zu vermeiden:
- Misstrauen oder sichtbares Unbehagen gegenüber der Äußerung.
- Druck auf den Araber, seine Sprache zu "modernisieren".
- Interpretation als religiöser Bekehrungseifer.
Dokumentierte Vorfälle
- — Protocol diplomatique moyen-orient 2010.
Praktische Empfehlungen
Zu tun
- Acceptez-la comme salutation standard. Répondez par « Wa alaikum assalam » ou acceptez l'adieu. Reconnaître sa charge positive.
Zu vermeiden
- Pas de suspicion face à l'expression. Pas de pression pour « moderniser ». Ne l'interprétez pas comme prosélytisme.
Neutrale Alternativen
- "Bismillah" (im Namen Gottes - Variante)
- "Goodbye" (vollständige Abgrenzung)
Quellen
- Verbal and bodily rituals
- Conducting Interaction
- The Silent Language