Pfeifen mit den Fingern
Siffler avec les doigts
Bedeutung
Zielrichtung : In Bearbeitung - siehe Beschreibung_lang.
Interpretierter Sinn : In Bearbeitung - siehe Beschreibung_lang.
Geographie des Missverständnisses
Offensiv
- china-continental
- japan
- south-korea
- taiwan
- hong-kong
- mongolia
Neutral
- usa
- canada
- spain
- portugal
- italy
- greece
- malta
Nicht dokumentiert
- peuples-autochtones
- afrique-ouest
1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung
Das Pfeifen mit den Fingern (whistling, pitadas) bedeutet "komm her" oder ruft jemanden aus der Ferne in Spanien, Italien, Griechenland, den USA und Kanada an. Die Geste besteht darin, die Finger an die Lippen zu führen und einen hohen Ton zu pfeifen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es handelt sich um ein hybrides kinesisch-vokales Emblem, das als Ferngespräch fungiert. In informellen Kontexten ist das Pfeifen eine gängige und soziokulturell akzeptable Praxis in diesen Regionen.
2. Wo es aus dem Ruder läuft: Geographie des Missverständnisses
Auf dem chinesischen Festland, in Japan, Südkorea, Taiwan und Hongkong ist das Pfeifen als Anrede äußerst beleidigend und wird als kindisch oder unhöflich angesehen. Kendon (2004) dokumentiert, dass die Gesten des Ansprechens in den verschiedenen Kulturen sehr unterschiedlich sind. Das Pfeifen im Westen (insbesondere im Mittelmeerraum) ist ein Akt des egalitären Rufens, während es in Ostasien eine Art ist, ein Tier oder ein schlecht erzogenes Kind zu rufen. Axtell (1998) zitiert diesen Vorfall als einen der größten gestischen Fehler von Westlern in Asien. Hall (1966) stellte fest, dass der soziolinguistische Kontext (Distanz, Register, Machtverhältnisse) die Interpretation der Pfeife je nach Region völlig verändert.
3. Historische Entstehung und interpellierende Stimmpraktiken
Das interpellierende Pfeifen geht auf die pastoralen und landwirtschaftlichen Praktiken in Europa zurück, wo das Pfeifen dazu diente, Hunde und Herden aus der Entfernung zu rufen. Poyatos (2002) stellt fest, dass das Pfeifen eine alte und kulturübergreifende Form der Stimmkinesik ist, aber die sozialen Verwendungen haben sich radikal voneinander unterschieden. Morris (1979) dokumentiert, dass das mediterrane Pfeifen allmählich vermenschlicht und als sozial akzeptables Mittel der Interpellation formalisiert wurde. Kendon (2004) bringt diese Geste mit den Theorien der Fernkommunikation und des relativen sozialen Status in Verbindung. Hall (1959) stellt fest, dass asiatische Kulturen weniger Wert auf laute Interpellation legen und stattdessen diskrete und indirekte Kommunikation bevorzugen.
4. dokumentierte Vorfälle und interkulturelle Konflikte
Es wurden ernsthafte Zwischenfälle dokumentiert, bei denen westliche Touristen Asiaten anpfiffen, was zu sichtbaren Beleidigungen oder Ärger führte. Kleinere diplomatische Berichte und interkulturelle Beschwerden stammen aus den Jahren 1990-2010 und betrafen anglo-europäische Bewohner Ostasiens. Matsumoto & Hwang (2013, Cultural Influences on Nonverbal Behavior) dokumentieren diese Art von Vorfällen als Hauptquelle für interkulturelle Spannungen. Meyer (2014, The Culture Map) zählt ihn zu den Top 5 der gestischen Fehler mit dem höchsten Risiko.
5. Praktische Empfehlungen: Geographie des Pfeifens
Pfeifen, um jemanden anzusprechen, ist in Spanien, Italien, Griechenland, den USA, Kanada und Frankreich akzeptabel, erfordert jedoch ein gewisses Maß an Diskretion. In China, Japan, Korea, Taiwan, Hongkong, der Mongolei und allen ostasiatischen Regionen ist es ABSOLUT VERMEIDENSWERT. In Ostasien sollten Sie einen diskreten mündlichen Anruf, ein Handzeichen oder eine direkte physische Annäherung bevorzugen. Für Auswanderer und Reisende ist dies eine der wichtigsten Regeln der asiatischen Anpassung.
Praktische Empfehlungen
Zu tun
- Contexte culturel strict. Privilégier validation orale.
Zu vermeiden
- Ne pas supposer l'effet Facebook mondialisé en contextes ruraux ou pré-internet.
Neutrale Alternativen
- Vertikales Kopfnicken (Aufmerksamkeit Bulgarien)
- Offenes Lächeln und mündlicher Ausdruck
- Neutrale Geste der offenen Hand
Quellen
- Morris, D., et al. (1979). Gestures: Their Origins and Distribution. Stein & Day.
- Axtell, R. E. (1998). Gestures: The Do's and Taboos. John Wiley & Sons.