CodexMundi Gelehrter Atlas der Sinne, die beim Überschreiten von Grenzen verloren gehen

← Handgesten

Erhobenes Kinn (nicht mediterran)

Kinn hoch: mediterranes absolutes 'Nein', skandinavisches 'Was?

VollständigMissverständnis

Kategorie : HandgestenUnterkategorie : hochements-teteVertrauensniveau : 4/5 (partiell fest)Benutzername : e0083

Bedeutung

Zielrichtung : Kategorische Ablehnung, Verachtung, Zurückweisung: ein physisch verkörpertes "Nein".

Interpretierter Sinn : Nordwesten: kann arrogant wirken oder fragen: 'Was?

Geographie des Missverständnisses

Neutral

  • spain
  • portugal
  • italy
  • greece
  • malta
  • kazakhstan
  • uzbekistan
  • turkmenistan
  • tajikistan
  • kyrgyzstan
  • georgia
  • armenia
  • azerbaijan

Nicht dokumentiert

  • peuples-autochtones

1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung

Heben Sie das Kinn (oder den Kopf) abrupt nach oben, oft begleitet von einem Schnalzen mit der Zunge oder einem "Tsk"-Geräusch. In Italien, Griechenland, Spanien, Portugal und der Türkei signalisiert diese Geste eine scharfe Ablehnung, eine Verneinung oder ein "Nein". Die Bewegung kann auch Ungeduld, Verachtung oder "Aus dem Weg" ausdrücken.

2. Geographie des Missverständnisses

Die Geste ist spezifisch mediterran und im nördlichen Westen (Vereinigtes Königreich, Skandinavien, Deutschland) praktisch nicht vorhanden. In Nordamerika wird die Geste entweder nicht verstanden oder als Ausdruck von Herausforderung interpretiert. In Asien ist die Geste im Gestenrepertoire überhaupt nicht vorhanden und kann zu Verwirrung führen. Eine Person außerhalb des Mittelmeerraums, die ein "chin-up no" als eine einfache Kopfbewegung interpretiert, kann eine klare Ablehnung oder eine direkte Anweisung ignorieren.

3. Historische Entstehung

Die Geste geht auf die antiken und mittelalterlichen mediterranen Traditionen der Ablehnung zurück. Desmond Morris dokumentiert sie in Gestures: Their Origins and Distribution (1979) als spezifisches griechisches und türkisches Emblem. Roger Axtell platziert es in seiner Kartographie der regionalen Missverständnisse (1998). Paul Ekman stuft es in seinen Arbeiten über Gesichtsausdrücke und Gesten als nicht-universelles regionales Emblem ein.

4. dokumentierte Vorfälle

Dokumentierter Vorfall 1995: Ein britischer Geschäftsmann in Griechenland missverstand ein "chin-up no" des Kellners als eine einfache Kopfbewegung, was zu einer verwirrenden Restaurantbestellung führte. Informell in Handbüchern für interkulturelles Training berichtet. Ein weiterer Vorfall: Bei einer türkisch-amerikanischen Verhandlung wurde eine klar ausgedrückte gestische Ablehnung von der amerikanischen Seite ignoriert, was zu einer diplomatischen Ungeschicklichkeit führte.

5. Praktische Empfehlungen

Im Mittelmeerraum (Italien, Griechenland, Spanien, Portugal, Türkei) sollten Sie die Geste als endgültige Ablehnung anerkennen. Das Fehlen einer verbalen Äußerung bedeutet nicht, dass Sie zögern. Zu vermeiden:** Gehen Sie nicht davon aus, dass das Heben des Kopfes lediglich eine körperliche Bewegung bedeutet. In einem multikulturellen Kontext sollten Sie eine verbale Bestätigung verlangen, wenn eine zweideutige mediterrane Geste verwendet wird. Bestehen Sie nicht auf einem "chin-up no" in einer Geschäftsverhandlung.

Dokumentierte Vorfälle

Praktische Empfehlungen

Zu tun

  • En Méditerranée, reconnaître le geste comme un refus définitif. L'absence de parole verbale n'indique pas l'hésitation.

Zu vermeiden

  • Ne pas supposer que relever la tête signifie un simple mouvement. Ne pas insister après un chin-up no. En contexte multiculturel, demander confirmation verbale.

Neutrale Alternativen

Sagen Sie deutlich "Nein" oder "Nicht einverstanden". Schütteln Sie den Kopf von links nach rechts. Eine explizite verbale Formel in einem interkulturellen Kontext verwenden.

Quellen

  1. Gestures: Their Origins and Distribution
  2. Gestures: The Do's and Taboos of Body Language Around the World
  3. Gesture: Visible Action as Utterance