Kinnrückseite (italienisch/neapolitanisch)
Finger unter dem Kinn, schnelle Bewegung. Leichte italienische Beleidigung mit der Bedeutung "es ist mir egal" oder soziale Ablehnung. Neapolitanische Geste der Gleichgültigkeit, die im Nordwesten unbekannt ist.
Bedeutung
Zielrichtung : Ablehnung, Gleichgültigkeit, "es ist mir egal". Finger unter dem Kinn, schnelle Bewegung nach vorne. Leichte Geste der Gleichgültigkeit in Süditalien.
Interpretierter Sinn : Im Nordwesten kann die Geste als Geste der Zuneigung (Streicheln des Kinns) oder als neutrale Geste ohne klare Semantik missverstanden werden. Oft wird sie mit wohlwollenden Gesten verwechselt.
Geographie des Missverständnisses
Offensiv
- italy
- sicily
- malta
- albania
- greece
Neutral
- usa
- canada
- france
- germany
- uk
- australia
Nicht dokumentiert
- moyen-orient
- asie-du-sud
- asie-centrale-caucase
1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung
Zeige- oder Mittelfinger unter dem Kinn, schnelle Bewegung nach vorne (oder nach oben), normalerweise begleitet von einem neutralen Gesichtsausdruck oder einem leichten Lächeln: Dies ist die "gesto del mento" oder "sotto al mento" im Süditalienischen (insbesondere Kampanien/Neapel). Bedeutung: "Es ist mir egal", "Das ist Gleichgültigkeit", "Deine Bemerkung interessiert mich nicht". Die Geste ist relativ leicht in der offensiven Ladung - näher an der sozialen Missbilligung als an einer ernsthaften Beleidigung.
Dies ist eine besonders neapolitanische Geste, die in Norditalien (Lombardei, Piemont) oder in der Toskana weniger verbreitet ist.
2. Wo es aus dem Ruder läuft: Geographie des Missverständnisses
Im Nordwesten und in Nordamerika hat die Geste keine etablierte Semantik. Sie kann mit einer Geste der Zuneigung verwechselt werden (liebevolles Streicheln des Kinns eines Kindes) oder als neutrale Geste ohne Bedeutung interpretiert werden. Es gibt keinen dokumentierten größeren Vorfall, bei dem diese Geste aufgrund eines Missverständnisses eskaliert wäre - im Gegensatz zu schwerwiegenderen Emblemen.
Morris et al. (1979) erwähnen es kurz als regionale italienische Variation ohne größere Gefahr; Axtell (1998) stuft es als mäßige Gefahr ein.
3. Historische Entstehung
Der Ursprung der Geste ist schlecht dokumentiert. Wahrscheinlich hängt sie mit dem spezifischen soziolinguistischen Kontext Neapels zusammen - die neapolitanische Gestik gilt als besonders reich und vielfältig. Die Geste scheint im 19. und 20. Jahrhundert im städtischen Kontext Neapels ohne dokumentierte Vorläufer entstanden zu sein. Es gibt keine antiken Quellen, in denen diese Geste erwähnt wird.
4. dokumentierte berühmte Vorfälle
- **Die Geste erscheint in neapolitanischen und süditalienischen Filmen als sozialer und dialektaler Marker, was ihre populäre Verwendung und Semantik bestätigt.
- Moderne neapolitanische Literatur. Gelegentlich in Dialogen zeitgenössischer italienischer Literatur als leichte Geste der Ablehnung erwähnt.
5. Praktische Empfehlungen
- **Sicherer Gebrauch in Süditalien in einem leicht beiläufigen Kontext. Insgesamt wenig riskante Geste.
- Sollte nie gemacht werden: Mit minimaler Wachsamkeit in ultra-konservativen Gebieten. Nicht gegenüber Autoritäten oder Hierarchien verwenden, denen man Respekt schuldet.
- Alternativen: Horizontales Nicken, verbaler Ausdruck für "nicht interessiert".
Dokumentierte Vorfälle
- — Geste figure dans films de réalisme social napolitain, confirmant usage populaire et sémantique locale.
Praktische Empfehlungen
Zu tun
- Usage sûr en Italie du Sud, contexte léger d'indifférence.
Zu vermeiden
- Éviter face à autorité ou hiérarchie à qui respect dû. Ne pas utiliser en contexte professionnel/diplomatique.
Neutrale Alternativen
- Horizontales Nicken des Kopfes.
- Verbaler Ausdruck.
Quellen
- Morris, D., Collett, P., Marsh, P., & O'Shaughnessy, M. (1979). Gestures: Their Origins and Distribution. Stein & Day.
- Axtell, R. E. (1998). Gestures: The Do's and Taboos of Body Language Around the World. John Wiley & Sons.
- Kendon, A. (2004). Gesture: Visible Action as Utterance. Cambridge University Press.