Keine Berührung des anderen Geschlechts (Thailand)
Thai Buddhismus rät von unverheirateten Kontakten ab: religiöser/gesellschaftlicher Respekt.
Bedeutung
Zielrichtung : Freiwilliger Verzicht auf Kontakt: Buddhistischer und sozialer Respekt.
Interpretierter Sinn : Die westliche Welt interpretiert dies als fehlende Anziehung oder Kälte.
Geographie des Missverständnisses
Neutral
- th
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- mm
1. Théravada Buddhismus und körperlicher Kontakt mit dem Gegengeschlecht
Thailand Theravada-Buddhismus: Gegengeschlechtlicher Körperkontakt gilt als heilige Parade (Dharma-Ferse). Frauen sollten vermeiden, Mönche zu berühren, Männer sollten vermeiden, Bhikkunis (Nonnen) zu berühren. Theologische Logik: Sinnliches Verlangen behindert die spirituelle Erleuchtung. Buddhistisches Mönchtum erfordert rituelle Reinheit, sexueller Körperkontakt gefährdet die klösterliche Disziplin.
2. Kolonialer Kontext und Geschäftsmodernisierung
Kolonialzeit Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts, professioneller Körperkontakt verstärkt durch britische und französische Standards. Moderne Thai-Frauen bewegen sich in einem Spannungsfeld: Theravada-Tradition vs. westliche Geschäftserwartungen (Händeschütteln, informeller Kontakt). Wirtschaftliche Modernisierung schafft Reibung zwischen den Generationen: religiöse Normen vs. geschäftlicher Pragmatismus.
3. Westliches Missverständnis und Fehlinterpretation
Westlicher Mann interpretiert die Ablehnung des Kontakts mit Thai-Frauen als persönliche Ablehnung oder professionelle Kälte. Fehlinterpretation: Kontakt striktes kulturelles und religiöses Tabu, keine zwischenmenschliche Abneigung. Thai-Frauen verweigern den Handschlag aus Respekt vor dem Dharma und nicht aus Verachtung für das fremde Individuum.
4. dokumentierte Vorfälle und Kontroversen
2006 Rita Verdonk/imam Holland Paralleler Vorfall, Verweigerung des Handschlags. 2010 Bangkok business meetings Thai Frauen verweigern Handschlag, ausländische Direktoren, Spannungen im Geschäft. 2015 Tempeltourismus: Inquisitorische Westler versuchen Mönche/Bhikkunis zu berühren.
5. Empfohlene Praktiken und Anpassungen
Erledigt: Abstand zum Gegengeschlecht einhalten, Wai (respektvolle Begrüßung mit gefalteten Händen) verwenden, vor dem Berühren um Erlaubnis fragen. Nicht getan: Handschlag, Ablehnung als feindselig interpretieren, Mönche/Nonnen berühren, Frauen stören.
Dokumentierte Vorfälle
- — Incident diplomatique refus poignée main imam néerlandais femme politique. Parallèle religieux stricte contact opposé-sexe dans traditions abrahamiques.
- — Femmes thaï refusent poignée main directeurs affaires étrangers, interprétation erronée comme froideur business ou rejet professionnel.
- — Touristes occidentaux tentent toucher moines/bhikkunis à titre respectueux, violation tabou contact physique monastique.
Praktische Empfehlungen
Zu tun
- - Observer avant agir - Adapter poliment au protocole local - Poser question clarification si doute - Montrer respect par silence plutôt que commentaire
Zu vermeiden
- - Ne pas rire ou moquer protocole local - Ne pas imposer norme occidentale - Ne pas poser questions intrusives - Ne pas filmer sans permission
Neutrale Alternativen
- Einfacher Handschlag
- Mündliche Begrüßung mit Distanz
- Respektvoller Nicken
- Wohlwollender Augenkontakt
Quellen
- Hall, E.T. (1959). The Silent Language. Doubleday. pp. 66-71.
- Morris, D., Collett, P., Marsh, P. & O'Shaughnessy, M. (1979). Gestures: Their Origins and Distribution. Stein & Day.
- Field, T. (2014). Touch (2nd ed.). MIT Press.