CodexMundi Gelehrter Atlas der Sinne, die beim Überschreiten von Grenzen verloren gehen

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Kniebedeckendes Kleid ist in der Moschee Pflicht

Moscheen: Kniebedeckende Kleider sind für Frauen strengstens vorgeschrieben - nackte Beine sind inakzeptabel.

VollständigBeleidigung

Kategorie : Bekleidung, Füße, SchuheUnterkategorie : vetement-religieuxVertrauensniveau : 4/5 (partiell fest)Benutzername : ?

Bedeutung

Zielrichtung : Knie- und Beinbedeckende Kleider sind ein Zeichen für den Respekt vor dem islamischen Heiligtum und die vorgeschriebene weibliche Bescheidenheit.

Interpretierter Sinn : Westliche Frau in Shorts oder mit nackten Beinen: schwere Verletzung der rituellen islamischen Hygiene.

Geographie des Missverständnisses

Offensiv

  • egypt
  • saudi-arabia
  • uae
  • qatar
  • iran
  • iraq
  • jordan
  • lebanon
  • malaysia
  • indonesia

Neutral

  • france
  • united-kingdom

Nicht dokumentiert

  • peuples-autochtones

1. Die Geste und ihre erwartete Bedeutung

Das Bedecken der Beine bis zu den Knien (oder darüber hinaus) beim Betreten der Moschee ist in Quran 24:31 vorgeschrieben ("Sag den gläubigen Frauen, sie sollen ihren Blick senken... und von ihren Reizen nur das zeigen, was sichtbar ist"). Fadwa El Guindi stellt in "Veil: Modesty, Privacy and Resistance" (1999) fest, dass der weibliche Bescheidenheitskodex in mehreren Schichten operiert: Hijab (Kopf), lange Ärmel, kniebedeckendes Kleid oder lange Hose. Nackte Füße oder sichtbare Beine im Sanctum (Moschee) verstoßen gegen die Vorstellung von tahara (rituelle Reinheit). Anne Hollander stellt in "Sex and Suits" (1994) einen historischen Kontext her: Die Bedeckung der Beine bedeutet Ausschluss aus der Öffentlichkeit, Beschränkung auf das Private.

2. Geographie des Missverständnisses

Touristinnen in Shorts, Capris oder kurzen Kleidern werden regelmäßig aufgefordert, die Moschee zu verlassen. In Ägypten, Saudi-Arabien und Irak wird der Kodex strikt eingehalten, was zu Konflikten führen kann. In städtischen Moscheen in Europa (Paris, London, Berlin) ist die Toleranz gestiegen, aber die Erwartungen bleiben bestehen. In der Türkei (Istanbul, Ankara), moderate Anwendung. Orthodoxe und progressive Moscheen wenden die Regeln unterschiedlich an. Pakistan, Afghanistan, Jemen wenden die strengsten Regeln an.

3. Historische Entstehung

Quran-Vorschrift aus dem 7. Jahrhundert (Sure 24:31, 33:59). Formalisiert durch klassische Hadithe und mittelalterliche islamische Rechtsprechung (Scharia). Besteht ohne größere Abweichungen im modernen islamischen Recht fort. Kodifiziert von Al-Ghazali (11. Jahrhundert) und Maliki/Hanafi Juristen. Besteht identisch in Ägypten, Saudi-Arabien, Iran und Pakistan. Regionale Variationen (säkulare Türkei vs. strenges Arabien) ändern nichts an den Grundlagen.

4. dokumentierte Vorfälle

2015, Istanbul, Touristin in Shorts wird in der Blauen Moschee abgewiesen; Debatte über Tourismusprotokoll vs. Religionsfreiheit. Blogs von Reisenden. 2020, Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee (ehemals Museum); Dresscode-Regeln werden strenger, weibliche Touristen schockiert. AFP, türkische Presse. Regelmäßig dokumentierte Fälle TripAdvisor, unterschiedliche muslimische und westliche Reiseführer.

5. Praktische Empfehlungen

Zu beachten: Tragen Sie ein kniebedeckendes Kleid oder lange Hosen. Fragen Sie vor dem Besuch speziell nach (rufen Sie die Moschee an). Bringen Sie einen Schal oder ein zusätzliches bedeckendes Kleidungsstück mit. Zeigen Sie Respekt durch freiwillige Anpassung der Kleidung. Ziehen Sie die Schuhe respektvoll aus.

Zu vermeiden: Shorts, Capris, kurze Kleider. Protestieren Sie nicht gegen den Kodex. Diskutieren Sie nicht mit Imamen über Bescheidenheit oder Quran. Fotografieren Sie keine Innenräume ohne ausdrückliche Erlaubnis.

Dokumentierte Vorfälle

Praktische Empfehlungen

Zu tun

  • Porter robe/pantalon genou-couvrant. Consulter avant visite. Apporter châle si doute.

Zu vermeiden

  • Ne pas porter shorts. Ne pas protester code. Ne pas discuter modestie.

Quellen

  1. Veil: Modesty, Privacy and Resistance
  2. Adorned in Dreams: Fashion and Modernity
  3. Sex and Suits